Lexikon der Biologie

Krebs



Tab. 2:
Tumoren werden nach dem Gewebetyp und nach dem Organ benannt, in dem sie entstehen:

Karzinome (Epithel):

z.B. Bronchialkarzinom, Blasenkarzinom, Dickdarmkarzinom, Hautkarzinom, Mammakarzinom, Zungenkarzinom usw.

Sarkome (Bindegewebe):

z.B. Myosarkom (Muskel), Osteosarkom (Knochen), Liposarkom (Fettgewebe)

Adenome (Drüsengewebe):

z.B. Leberzelladenom, Adenokarzinom (aus epithelialem Drüsengewebe)

Lymphome (Lymphknoten):

z.B. zentroblastische Lymphome, Lymphogranulomatose

Melanome (Melanocyten der Haut)

Neuroblastome (Nervengewebe):

Schwannom (Schwannsche Scheide)

Astrocytome, Gliome (Gehirn)

Teratome (Keimzellen)

Hämoblastosen (Knochenmark):

z.B. akute und chronische Leukämien



Die Tumoren lassen sich mit histologischen und immunologischen Methoden in Untergruppen unterteilen. Diese geben präzisere Auskünfte über den Grad der Bösartigkeit und lassen eine sicherere Prognose des Tumors zu, die wesentlich für eine Planung der Behandlung ist. Nach der TNM-Klassifikation werden die Tumor-Infiltrationstiefe des Primärtumors (T1–T4), die Zahl der in der Nähe des Primärtumors befallenen Lymphknoten (Nodulus, N0–N3) sowie eventuell vorhandene Metastasen (M0 = keine, M1 = Metastasen existieren) zur Beurteilung einer Krebserkrankung herangezogen. Das Gesamtbild ergibt die klinische Stadieneinteilung I–IV, die je nach Krebsart unterschiedlich ausfällt.

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