Lexikon der Biologie

Kryofixierung



Zur Kryofixierung werden entweder sehr kleine Gewebestückchen (maximal 1 mm3) in flüssigen Stickstoff, Helium oder Propan eingeschossen, mit dem Kühlmittel durch eine Düse beschossen oder auf hochglanzpolierte, einseitig vom Kühlmittel bespülte Metallfolien aufgefroren, oder es werden Zellsuspensionen in das Kühlmittel eingesprüht und dadurch zum schockartigen Erstarren gebracht. Zellschädigungen durch Phasenentmischung und Eiskristallbildung verhindert man durch Durchtränkung der Proben mit Frostschutzmitteln (Glycerin) und Schockgefrieren unter Tiefsttemperaturen.

Der Kryofixierung bedient man sich vor allem in der elektronenmikroskopischen Ultrastrukturforschung (Elektronenmikroskop) und Histochemie (Gefrierätztechnik) sowie, mit weniger hohen Ansprüchen an die Strukturerhaltung und weniger tiefen Temperaturen (CO2-Eis), in der histopathologischen Schnelldiagnose, z.B. bei Operationsmaterial.

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