Lexikon der Biologie



Antioxidantien



Neuere Untersuchungen (1997) mit Vitamin E und β-Carotin haben gezeigt, daß diese Stoffe unter anderem die Oxidation von LDL-Cholesterin (low density lipoproteins) im Blut hemmen (oxidiertes LDL-Cholesterin ist an der Entstehung von Arteriosklerose beteiligt). Studien deuten darauf hin, daß bei verstärkter Aufnahme dieser Vitamine das Risiko, an sklerotischen Herzleiden zu erkranken, sinkt. Andere Untersuchungen lassen eine vorbeugende Wirkung von Antioxidantien gegenüber Krebs vermuten, da Krebszellen, bei denen das Onkogenprodukt Ras (Onkogene) durch Mutation kontinuierlich aktiv ist, große Mengen von Superoxidradikalen produzieren, vor deren Wirkung die Zellen durch Antioxidantien geschützt werden können.

Die daher oft empfohlene Zufuhr hoher Dosen antioxidativ wirkender Vitamine ist allerdings problematisch. Hohe Dosen Vitamin A können zur Austrocknung von Haut und Schleimhäuten, zu Knochen- und Gelenkschmerzen, möglicherweise zu Leber- und Gehirnschäden, bei Schwangeren zu Mißbildungen des Fetus führen. Bei Patienten, die sich einer gerinnungshemmenden Therapie unterziehen, ist die Gabe von Vitamin E bedenklich, da es die Wirkung von Antikoagulantien verstärken kann.





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