Lexikon der Biologie

Mehrlingsgeburten



Eineiige oder monozygotische Mehrlinge gehen aus einer einzigen Zygote hervor, die sich im Verlauf der Frühentwicklung in zwei oder mehr Teile spaltet, aus denen sich dann jeweils ein Individuum entwickelt. Bei mehreiigen (polyzygotischen) Mehrlingen sind mehrere Eizellen befruchtet worden. Durch unvollständige Spaltung eines Keims entstehen siamesische Zwillinge, die an einzelnen Körperpartien miteinander verwachsen sind. Zahlreiche Mehrlingsschwangerschaften enden mit der Geburt nur eines Kindes, da die anderen Embryonen häufig früh absterben. Durch die verstärkte Anwendung von Methoden der Reproduktionsbiologie ist die Zahl der Mehrlingsgeburten gestiegen.

Die Tab. gibt die natürliche Häufigkeit von Mehrlingsgeburten beim Menschen an (d.h. ohne Berücksichtigung der durch im Rahmen der Fortpflanzungsmedizin vorgenommene Hormonbehandlung vermehrt auftretenden Mehrlingsgeburten):



Zwillinge:

1mal auf ca. 80 Geburten

Drillinge:

1mal auf ca. 6400 Geburten

Vierlinge:

1mal auf ca. 510.000 Geburten

Fünflinge:

1mal auf ca. 40.000000 Geburten

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