Lexikon der Biologie

monoklonale Antikörper



Mit Erfolg wurde ebenfalls versucht, sog. katalytische Antikörper herzustellen, die chemische Reaktionen katalysieren (Abzyme). Grundidee ist dabei, durch die Immunisierung mit Verbindungen, die den Zwischenprodukten einer chemischen Reaktion ähnlich sehen, monoklonale Antikörper mit Spezifität für diese Zwischenprodukte zu erhalten. Während des Ablaufs der Reaktion stabilisieren die Antikörper diese Zwischenprodukte und verringern dadurch die Energiebarriere zwischen ihnen und den Ausgangsverbindungen, was die Reaktion erleichtert. In der Therapie werden erste, sog. humanisierte Antikörper vor allem zur Immunsuppression und zur Behandlung von Krebs (Immun-Krebstherapie) eingesetzt. Ihre Antigene sind dabei Oberflächen-Rezeptoren mit aktivierender Funktion auf Immunzellen bzw. Krebszellen (Krebs). Die Bindung der Antikörper blockiert ihre Funktion und verhindert so eine Aktivierung und Vermehrung der Zellen. Hilfe erhofft man sich dadurch bei der Verhinderung von Transplantatabstoßungen (Transplantation) und bei der Unterdrückung des Mikro-Metastasen-Wachstums (Metastasierung) nach der Entfernung eines Tumors. bispezifische Antikörper, chimäre Antikörper, Crohnsche Krankheit, Glasmaus, HAMA-Antwort, Idiotyp, Immuntoxin, Jerne (N.K.), Köhler (G.J.F.), Milstein (C.), PLAKs, rekombinante Antikörper.

[Drucken] [Fenster schliessen]