Lexikon der Biologie



Nervenzelle



Abb. 3: Markscheidenbildung bei peripheren Nervenzellen (schematisch). Bei den peripheren Nervenfasern der Wirbeltiere beginnt die Markscheidenbildung, indem das auswachsende Axon von Schwann-Zellen umfaßt wird. Dabei lagern sich Axolemm und Plasmalemm der Schwann-Zelle aneinander (1). Zwei lappenartige Auswüchse der Schwann-Zelle umschließen das Axon völlig und legen sich auf der Gegenseite wieder zusammen (2). Diese Kontaktzone zwischen den Schwann-Zell-Flügeln (Mesaxon) verbreitert sich mehr und mehr, während die Schwann-Zelle sich um das Axon dreht (3), so daß schließlich die beiden Membranen des Mesaxons das Axon in zahlreichen Wicklungen umgeben (4). Das Plasma der Schwann-Zelle wird aus dieser noch unreifen Markscheide allmählich völlig an deren Peripherie verdrängt, und die nun nur noch aus Membranwicklungen bestehende Markscheide selbst wird funktionsfähig durch starke Einlagerung von Myelin entlang der Innenseite der Membran.

[Drucken] [Fenster schliessen]