Lexikon der Biologie

Nervenzell-spezifische Proteine



1: Die γγ-Enolase (Neuronen-spezifische Enolase, Abk. NSE) entsteht erst im Laufe der Nervenzellreifung, ist gegenüber Gliazellen neuronenspezifisch und findet so Verwendung als Neuronenmarker. Sie findet sich aber auch in Zellen des Thymus, des Nebennierenmarks (Nebenniere) und anderen Zellen des APUD-Systems. Außerdem gilt sie als spezifischer Tumormarker für Tumore aus dem neuroendokrinen System (Neuroblastom, Inselzellkarzinom des Pankreas, medulläres Thyreoideakarzinom [Schilddrüse]; Krebs). Erhöhte NSE-Werte sind bei Schädigung der Nervenzellen, Geburt, schwerer Sepsis, Lebererkrankung, Hirnmetastasen und bei der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung in der Cerebrospinalflüssigkeit nachweisbar. Die αα-Enolase ist spezifisch für Astrocyten.

[Drucken] [Fenster schliessen]