Lexikon der Biologie

Nordamerika



Oberfläche:

Beherrschend im morphologischen Aufbau des Kontinents ist das System der Kordilleren mit dem Felsengebirge und den Westlichen Sierren, welche die ganze Westküste einnehmen. Die Appalachen bilden die östliche Begrenzung. Beide Gebirgssysteme öffnen sich fächerartig nach Süden und schließen ein großes Tiefland ein, welches durch das Flußsystem des Mississippi entwässert wird. Der tektonische Kern des Kontinents sind die Granit- und Gneismassen des Kanadischen Schilds, der im Norden in die Inselwelt des Kanadisch-arktischen Archipels übergeht. – Die größte Höhe (Mount McKinley) beträgt 6198 m, die tiefste Depression (Death Valley) –85 m.

Klima:

Nordamerika hat Anteil an allen Klimazonen (Klima) der Erde, vom polaren bis zum tropischen Typ. Wegen der Offenheit im Norden und Süden reichen polare und subtropische Einflüsse weit in das Innere des Kontinents: aus dem Nördlichen Eismeer und der Hudsonbai kommen Kaltlufteinbrüche (Northers und Blizzards), Hitzewellen aus dem Karibischen Meer lösen Wirbelstürme (Tornados) aus. Das südliche Florida (begünstigt durch den Golfstrom) und Niederkalifornien weisen tropisches Klima auf. Die Niederschlagshöhe nimmt von jährlich ca. 2000 mm an den Küsten gegen das Binnenland ab und sinkt zwischen dem 100. Längengrad und den Kordilleren unter 500 mm.

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