Lexikon der Biologie

organisch



Organische Verbindungen:

Die Einteilung der organischen Verbindungen in Stoffklassen kann anhand funktioneller Gruppen (Farbtafel), aber auch unter Zugrundelegung anderer Kriterien, wie Vorkommen und allgemeine Eigenschaften, erfolgen. Die folgende, nicht widerspruchsfreie Grobklassifizierung (z.B. sind alle Nucleotide, Nucleinsäuren und einzelne Aminosäuren gleichzeitig auch heterocyclische Verbindungen) orientiert sich vorwiegend an den Naturstoffklassen (Naturstoffe):

a) aliphatische Verbindungen: gerade oder verzweigte Kohlenstoffketten;

b) alicyclische und cycloaliphatische Verbindungen: Kohlenstoffringe, die durch Cyclisierung von aliphatischen Verbindungen entstehen;

c) aromatische Verbindungen: typisches Strukturmerkmal ist der Benzolring (Benzol);

d) isocyclische Verbindungen: Verbindungen mit ausschließlich aus Kohlenstoff-Atomen aufgebauten Ringen (Ringsysteme), z.B. Benzol, Cycloalkane, Cyclite, Naphthalin;

e) heterocyclische Verbindungen: ringförmige Verbindungen, bei denen im Ring ein oder mehrere Kohlenstoffatome durch andere Atome (vor allem Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel) ersetzt sind;

f) Terpene und Steroide: Naturstoffe, aus Isoprenmolekülen (Isoprenoide) aufgebaut (z.B. Menthol, α- und β-Pinen, Campher, Carotin, Natur-Kautschuk, Sterine, Gallensäuren, Sexualhormone und Hormone der Nebennierenrinde [Corticosteroide]);

g) Lipide und Fettsäuren;

h) Monosaccharide, Oligosaccharide und Polysaccharide;

i) Aminosäuren, Peptide und Proteine;

k) Mononucleotide, Oligonucleotide, Polynucleotide und Nucleinsäuren

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