{"title":"Parthenogenese: Infobox I","body":"<STRONG>Parthenogenese<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Parthenogenese bei H&#246;heren Pflanzen <I>(Apomixis)<\/I> ist sehr h&#228;ufig, da die Trennung in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/62045'>Soma<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/35717'>Keimbahn<\/A> nicht existiert, also jede Zelle in der Lage ist, als Keimzelle zu fungieren. Die Parthenogenese kann daher auf 3 verschiedene Arten entstehen: 1) Der Embryo entsteht direkt aus Zellen des m&#252;tterlichen Sporophyten ohne Bildung eines Gametophyten <I>(<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/1176'>Adventivembryonie<\/A><\/I><I>)<\/I>. 2) Die diploide Embryosackmutterzelle f&#252;hrt keine Meiose durch, sondern entwickelt sich direkt zum Embryo, es wird jedoch ein (diploider) Gametophyt ausgebildet <I>(Diplosporie)<\/I>. 3) Es wird zwar eine <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/41866'>Meiose<\/A> durchgef&#252;hrt und ein (haploider) Gametophyt gebildet, der Embryo entsteht jedoch aus somatischen Zellen der Umgebung <I>(Aposporie)<\/I>. Parthenogenese scheint bei <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7737'>Bedecktsamern<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/23750'>Farnpflanzen<\/A> h&#228;ufig zu sein, fehlt jedoch bei den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/45065'>Nacktsamern<\/A>. Vor allem <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/27834'>Getreide<\/A>, <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/57507'>Rosengew&#228;chse<\/A>, Citrusgew&#228;chse (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/14300'>Citrus<\/A>) und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37074'>Korbbl&#252;tler<\/A> pflanzen sich oft auf parthenogenetische Weise fort. Insbesondere bei Getreide und Rosengew&#228;chsen tritt die Parthenogenese fakultativ auf (also abh&#228;ngig von der Umwelt). Pflanzliche Parthenogenese scheint als Strategie entwickelt worden zu sein, bei <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32983'>Hybridisierung<\/A> oder an Pionierstandorten erfolgreiche Genotypen stabil zu halten und genetische Segregation zu unterbinden."}