{"title":"Pflanzenernhrung: Infobox I","body":"<STRONG>Pflanzenern&#228;hrung<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Wegen der komplexen Beziehungen von Pflanzen zu ihrer Umwelt m&#252;ssen bei der Pflanzenern&#228;hrung auch Bodenverh&#228;ltnisse (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9791'>Bodeneigenschaften<\/A>) und Klimafaktoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36345'>Klima<\/A>) ber&#252;cksichtigt werden. Die Ermittlung der N&#228;hrstoffbed&#252;rfnisse von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37643'>Kulturpflanzen<\/A> und die Erforschung der ihnen zugrundeliegenden physiologischen Prozesse sind f&#252;r die <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/38121'>Landwirtschaft<\/A> von gro&#223;er Bedeutung. Eine optimale Versorgung mit N&#228;hrstoffen garantiert qualitativ und quantitativ gute Ertr&#228;ge. Methoden der Pflanzenern&#228;hrung sind u.a. die <I>Bodenanalyse<\/I> (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/9878'>Bodenuntersuchung<\/A>), mit deren Hilfe die potentiell zur Verf&#252;gung stehenden N&#228;hrstoffe ermittelt werden k&#246;nnen, und die <I>Gewebeanalyse<\/I>, die Aussagen dar&#252;ber zul&#228;&#223;t, welche N&#228;hrstoffe in welcher Konzentration von Pflanzen tats&#228;chlich aufgenommen wurden. Zwischen der N&#228;hrstoffkonzentration in der Pflanze und dem Ertrag besteht ein direkter Zusammenhang, wobei der &#220;bergang vom <I>Mangelbereich<\/I> zum <I>ad&#228;quaten Bereich<\/I> durch die sog. <I>kritische Konzentration<\/I> gekennzeichnet ist, die als der niedrigste Gehalt eines N&#228;hrelements im Gewebe gekennzeichnet ist, bei dem optimales Wachstum bzw. optimale Ertr&#228;ge erzielt werden. Sie l&#228;&#223;t sich f&#252;r eine bestimmte Pflanzenart und ein bestimmtes N&#228;hrelement experimentell ermitteln, indem man Pflanzen z.B. in <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/33077'>Hydrokultur<\/A> unter definierten Bedingungen anzieht. Bei zu hohen N&#228;hrstoffkonzentrationen im Gewebe wird ein <I>toxischer Bereich<\/I> erreicht, der sich auf das Wachstum negativ auswirkt."}