Lexikon der Biologie



Plattwürmer



Phylogenetischer Stammbaum der Plathelminthes. Apomorphien: [1] Ersatz von Geweben während Entwicklung, Wachstum und Regeneration durch Stammzellen (Neoblasten). [2] Fast immer lumenloses Darmsystem. [3] Dorsales, unpaares Protonephridialsystem, bestehend aus einem am Hinterende beginnenden und dort ausmündenden Protonephridialkanal, der bis über das Gehirn nach vorne reicht und seitlich Terminalorgane mit einer zweigeißeligen Cyrtocyte und einer Kanalzelle trägt. [4] Echte Rhabditen. [5] Flagellen-Axonem in den zweigeißeligen Spermien mit einem 9×2+1-Muster. [6] Ektolecithale Eier und heterozelluläre weibliche Gonade (Germarium, Vitellarium oder Ovovitellarium). [7] Abwurf der larvalen, bewimperten Epidermis beim Eindringen in den 1. Wirt. Aufbau einer sekundären Neodermis durch Neoblasten aus dem Parenchym. Reuse der Protonephridien aus Terminalzelle und 1. Kanalzelle aufgebaut. [8] Mollusk als 1. Wirt. Andere überzeugende Apomorphien sind nicht bekannt. [9] Mit sichelförmigen Häkchen am Hinterende. [10] Darm fehlt in allen Entwicklungsstadien. Verändert nach Westheide/Rieger 1996.

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