Lexikon der Biologie

Proteinstoffwechsel



Da Proteine („Eiweiße“) nicht mit anderen Nahrungsstoffen – wie Fette und Kohlenhydrate – austauschbar sind, bedarf der Körper einer ständigen Proteinzufuhr, zumal das Körpereiweiß einem kontinuierlichen Zerfall von täglich 0,3–0,4 g/kg (Mensch) unterliegt. Beim erwachsenen Menschen liegt das sog. Eiweißminimum bei normaler Ernährung um 0,7 g/kg pro Tag (Bilanzminimum), so daß ein Gleichgewicht zwischen Ein- und Ausfuhr gewährleistet ist. Ein im Wachstum begriffener Organismus hat einen bis um das 4fache höheren Eiweißbedarf. In jedem Fall muß die Eiweißzufuhr zu einem Stickstoffgleichgewicht führen und ist demzufolge nach Art des aufgenommenen Eiweißes unterschiedlich groß. Vegetabilisches (pflanzliches) Eiweiß ist etwa nur 2/3 bis 1/2 so „wertvoll“ wie tierisches Eiweiß (Eiweißquotient). Die biologische Wertigkeit hängt vom Gehalt an essentiellen Aminosäuren ab, die in pflanzlichem Material in geringerer Konzentration vorhanden sind (essentielle Nahrungsbestandteile).

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