{"title":"Protoplasma: Infobox I","body":"<STRONG>Protoplasma<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Zur Entstehung des Begriffs &#8222;Protoplasma&#8220;: J.E. von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/55013'>Purkinje<\/A> benutzte &#8222;Protoplasma&#8220; erstmalig in einem Vortrag (1839) f&#252;r die &#8222;primitive Substanz in den Bl&#228;schen (Zellen) des pflanzlichen und tierischen Embryonalk&#246;rpers&#8220;, die er zun&#228;chst als &#8222;Cambium&#8220; bezeichnen wollte und f&#252;r die bei Einzellern (Rhizopoden) von F. Dujardin (1835) die Bezeichnung &#8222;Sarkode&#8220; gebraucht worden war. Der Ursprung des Worts stammt aus der katholischen Liturgie, die Adam den &#8222;Protoplastus&#8220; nennt. 1846 wurde der Begriff von H. von <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/43489'>Mohl<\/A> &#252;bernommen und f&#252;r die &#8222;lebendige Substanz der fertigen Pflanzenzelle&#8220; benutzt. 1855 verallgemeinerte ihn R. <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/56212'>Remak<\/A> auch auf fertig ausgebildete tierische Zellen. M.J.S. Schultze definierte schlie&#223;lich (1863): &#8222;Eine Zelle ist ein Kl&#252;mpchen Protoplasma, in dessen Inneren ein Kern liegt.&#8220; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11386'>B&#252;tschli<\/A> (O.)."}