Lexikon der Biologie

Pyrethrine



Man erhält durch Trocknen und Mahlen bzw. Extraktion der Chrysanthemum-Blüten, die aus den kurz nach dem Aufblühen geernteten Blütenkörbchen gewonnen werden, Stäube bzw. Extrakte, die als Pyrethrum bezeichnet werden. Der Pflanzenextrakt enthält als insektizide Wirkstoffe die Pyrethrine (11,4% Pyrethrin I und 10,5% Pyrethrin II), die Cinerine (2,2% Cinerin I und 3,5% Cinerin II) und die Jasmoline (1,2% Jasmolin I und 2% Jasmolin II), eine Gruppe optisch aktiver Terpenester aus den Säuren Chrysanthemumsäure und Pyrethrinsäure und den 3-Hydroxyketonen Pyrethrolon, Cinerolon und Jasmolon. Alle Pyrethrum-Wirkstoffe wirken als reine Kontaktinsektizide (Kontaktgifte); die größte Aktivität entfalten jedoch die Pyrethrine. Sie gelangen rasch in das Nervensystem der Insekten, verursachen Koordinationsstörungen und führen schließlich zu Lähmung und Tod. Die Flugunfähigkeit des Insekts tritt bereits innerhalb weniger Minuten ein. Pyrethrine gelten für Warmblüter als praktisch ungiftig. Eine neurotoxische Wirkung (Neurotoxine) auf den Menschen kann allerdings nicht gänzlich augeschlossen werden.

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