Lexikon der Biologie

Ras-Proteine



Ras-aktivierende Mutationen führen zu unkontrolliertem Zellwachstum und spielen eine wichtige Rolle bei der malignen Transformation (Krebs). In etwa 30% der menschlichen Tumoren, insbesondere im exokrinen Pankreaskarzinom und im Colonkarzinom, kann man Mutationen in ras-Genen nachweisen, die zum Verlust der hydrolysierenden Aktivität von Ras führen und damit eine permanent aktive Form des Ras-Proteins hervorrufen. Ein Austausch des Glycinrestes in Position 12 durch eine andere Aminosäure hemmt die intrinsische GTPase-Aktivität und verringert die Affinität zum GAP. Ras-Proteine unterstützen die Signalübertragung von Rezeptor-Tyrosin-Kinasen zum Zellkern, wodurch Zellwachstum oder Differenzierung ausgelöst werden. Ras ist ein Element des MAP-Kinase-Signaltransduktionswegs (MAP-Kinase). Onkogene (Tab.).

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