Lexikon der Biologie

Regenwürmer



Der erste, der die Bedeutung der Regenwürmer in ihrer gesamten Tragweite für die Bodenfruchtbarkeit erkannt hat, war C.R. Darwin. In seiner Monographie „The formation of vegetable mould through the action of worms with observations of their habits“ („Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer sowie die Beobachtung ihrer Lebensgewohnheiten“) heißt es: „Wenn wir eine weite mit Rasen bedeckte Fläche betrachten, so müssen wir dessen eingedenk sein, daß ihre Glätte, auf welcher ihre Schönheit in einem so hohen Grade beruht, hauptsächlich dem zuzuschreiben ist, daß alle die Ungleichheiten langsam von den Regenwürmern ausgeebnet worden sind. Es ist wohl wunderbar, wenn wir uns überlegen, daß die ganze Masse des oberflächlichen Humus durch die Körper der Regenwürmer hindurchgegangen ist und alle paar Jahre wiederum durch sie hindurchgehen wird. Der Pflug ist eine der allerältesten und wertvollsten Erfindungen des Menschen; aber schon lange, ehe er existierte, wurde das Land durch Regenwürmer regelmäßig gepflügt und wird fortdauernd noch immer gepflügt. Man kann wohl bezweifeln, ob es noch viele andere Tiere gibt, welche eine so bedeutungsvolle Rolle in der Geschichte der Erde gespielt haben, wie diese niedrig organisierten Geschöpfe.“

[Drucken] [Fenster schliessen]