Lexikon der Biologie

Rekombination



Bei dem Bakterium Escherichia coli läßt sich die Rekombination in 4 Schritte einteilen: 1) Induktion von Einzelstrang- oder Doppelstrangbrüchen der DNA, 2) Paarung von 2 homologen Regionen, 3) Austausch zwischen 2 Einzelsträngen und 4) Auflösung der 4strängigen Struktur und Wiederverheilung der Stränge. Es sind mehrere Proteine, wie das auch im Zusammenhang mit der DNA-Reparatur stehende recA-Protein bekannt, die während der Rekombination spezifische Funktionen ausüben. Seine mögliche Funktion besteht darin, das Eindringen eines DNA-Einzelstrangs in die Doppelhelix oder die Bildung einer 4strängigen DNA-Region zu erleichtern.

Der Begriff Rekombination kann auch auf mit Hilfe von Verfahren der Gentechnik, wie z.B. der Klonierung, erzeugte rekombinante DNA-Moleküle bezogen werden, bei denen im Reaktionsgefäß DNA-Stücke miteinander kombiniert wurden, die normalerweise nicht zusammen existieren. Dies ist der Fall, wenn ein beliebiges DNA-Fragment (insert) in einen Klonierungsvektor einkloniert wurde.

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