Lexikon der Biologie



Restriktionsenzyme




Die Abkürzungen in der linken Spalte leiten sich im wesentlichen von den Bezeichnungen der Mikroorganismen ab, aus denen die Enzyme gewonnen werden (z.B. Bam von Bacillus amyloliquifaciens, Eco von Escherichia coli). Es bedeuten: E bzw. S = Erkennungssequenzen bzw. Schnittstellen (schwarze Keile) auf Doppelstrang-DNA. N (Nucleotide) = A, C, G oder T; Pu = A oder G, Py = C oder T.

Restriktionsenzyme spalten ausschließlich doppelsträngige DNA. In der rechten Spalte ist jedoch nur jeweils ein Strang der Erkennungssequenzen mit zugehöriger Schnittstelle angegeben. Das Restriktionsenzym Alu I schneidet z.B. Doppelstrang-DNA an den Stellen









Dieses Enzym produziert also „glatte“ Enden. Dagegen schneidet das Enzym Eco RI an den Stellen









Es produziert somit versetzte Enden (sog. Stufen), die für die Wiedervereinigung der Fragmente besonders günstig sind. Man beachte, daß die meisten Schnittsequenzen Palindrome darstellen, was erst in der doppelsträngigen Schreibweise zum Ausdruck kommt. Zu den wenigen nichtpalindromischen Schnittsequenzen zählen jene von Hph I und Mbo II.

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