Lexikon der Biologie



Saisondimorphismus



Beim Landkärtchen (Araschnia levana) treten im Jahr 2 unterschiedlich gefärbte Generationen auf, eine hellere Frühjahrsform und eine dunklere Sommerform. Der Wechsel beider Formen im Jahresverlauf unter natürlichen Bedingungen ist im linken Teil der Abb. dargestellt. Er ist von der Photoperiode (Länge von Tages- zu Nachtzeit) abhängig, die auf die Raupen wirkt. Wachsen die Raupen im Langtag (mehr als 16 h Licht) heran, so entsteht eine Subitanpuppe, die nicht in Diapause geht und aus der die Sommerform schlüpft. Hält man die Raupen im Experiment in konstantem Kurztag (8 h hell, 16 h dunkel; in Abb. rechts), so entstehen ausschließlich Frühjahrsformen. Hält man sie unter konstanten Langtagbedingungen (18 h hell, 6 h dunkel; mittlerer Teil der Abb.), so entstehen in rascher Generationenfolge ausschließlich Sommerformen.

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