Lexikon der Biologie



Salzdrüsen



1 Salzdrüse einer Möwe. Das Sekret, das einen Salzgehalt von 5% gegenüber dem Meerwasser von 3% aufweist, wird über Ausfuhrgänge und die Nasenlöcher auf den Oberschnabel gebracht und tropft an der Schnabelspitze ab. 2 Funktionsschema der Salzdrüse. Aufgrund des Konzentrationsgefälles zwischen Blut und Drüsenzellen gelangen die Na+-Ionen passiv in die Zellen und werden gegen die K+-Ionen ausgetauscht, die zusammen mit den Cl-Ionen in den Interzellularräumen das Epithel durchlaufen und in den Ausfuhrgang übertreten. An den Zellmembranen, die dem Ausfuhrgang zugekehrt sind, werden die extrazellulären K+-Ionen gegen intrazelluläre Na+-Ionen ausgetauscht. Da dies gegen das Konzentrationsgefälle, also aktiv, erfolgt, wird Energie benötigt. Dies erklärt die hohe Zahl von Mitochondrien in den Drüsenzellen.

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