{"title":"Schistosomiasis: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f8f6011.jpg' WIDTH='319' HEIGHT='339'><br>\n<STRONG>Schistosomiasis<BR><\/BR><BR><\/BR>Abb. 1:<\/STRONG> Das spezielle Krankheitsbild der <I>Blasenbilharziose<\/I> wird durch den <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/49551'>P&#228;rchenegel<\/A> <I>Schistosoma haematobium<\/I> verursacht (endemisch in Afrika und dem vorderen Orient). Die Abb. zeigt den Entwicklungszyklus (der innere Kreis stellt die Wirte, der &#228;u&#223;ere die jeweiligen Parasitenstadien dar). Zwischenwirte sind Wasserlungenschnecken der Gattung <I><A href='\/abo\/lexikon\/bio\/11159'>Bulinus<\/A><\/I> (Entwicklungszyklus: <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/58735'>Saugw&#252;rmer<\/A>). Die erwachsenen W&#252;rmer leben, meist paarweise, vor allem im Venengeflecht der Harnblase des Menschen. Dort legt das zylinderf&#246;rmige, bis zu 18 mm lange Weibchen &#8211; das abgeflachte M&#228;nnchen wird bis zu 15 mm lang &#8211; typische, mit einem Stachel versehene Eier ab. Diese dringen aktiv in die Blase ein und werden mit dem Urin ausgeschieden. Die damit einhergehende Gewebezerst&#246;rung f&#252;hrt zu Blutungen (H&#228;maturie) und starken entz&#252;ndlichen Reaktionen. Eier, die nicht in das Blasenlumen vordringen, werden eingekapselt (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/29212'>Granulome<\/A>). Vielfach sind maligne Tumoren (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37305'>Krebs<\/A>) die Folge. Bei infizierten Frauen ist h&#228;ufig auch der Genitaltrakt betroffen, was zu einem narbigen Verschlu&#223; der Eileiter f&#252;hren kann. Zur Behandlung der Blasenbilharziose stehen die Medikamente <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53567'>Praziquantel<\/A> und <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/42711'>Metrifonat<\/A> zur Verf&#252;gung."}