Lexikon der Biologie



SNARE



Schematische Darstellung des Beginns der Exocytose einer synaptischen Vesikel. Die Vesikel dockt an die Plasmamembran über einen Proteinkomplex aus Synaptotagmin, Synaptobrevin, Synaptophysin und anderen Faktoren an. Nach Calciumeinstrom aufgrund einer Öffnung von Calciumkanälen (z.B. ausgelöst durch ein eintreffendes Aktionspotential) interagieren die Proteine des Komplexes, was zur Bildung einer Fusionspore aus Synaptophysin führt, die den Beginn der Exocytose markiert.

Alle 3 Proteine der Fusionsmaschinerie, Synaptobrevin, Syntaxin und SNAP-25, sind schon seit langem durch die Wirkung der Clostridienneurotoxine bekannt. Das Toxin des Wundstarrkrampf erregenden Clostridium tetani (Clostridien, Tetanustoxine) zerlegt ebenso wie die Botulinustoxine B, D, F und G das Synaptobrevin, die Botulinustoxine A und E spalten hingegen spezifisch das SNAP-25, während Botulinustoxin C1 das Syntaxin außer Kraft setzt. Der Fusionsproteinkomplex kann sich nicht mehr korrekt zusammensetzen, und der Verschmelzungsvorgang der Membranen bleibt aus. Die Weiterleitung der Nervensignale wird somit gestört.

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