Lexikon der Biologie

Spielen



Der Unterschied zwischen tierischem und menschlichem Spielen liegt weniger in der elementaren Spielsteuerung, der Spielbereitschaft usw. als im Verhaltensrepertoire selbst, das der Spielsteuerung zur Verfügung steht. So sind z.B. Sprachspiele (Sprache) bei Kindern sehr beliebt, aber nur beim Menschen möglich. Auch Nachahmung anderer ist im menschlichen Spiel von großer Bedeutung, es konnte sonst nur bei Menschenaffen sicher nachgewiesen werden. Soziale Rollenspiele u.ä., die beim Kind im 4. Lebensjahr gehäuft auftreten, sind Tieren nicht möglich. Generell kann das Spielen von Tier und Mensch als Verhaltensprogramm zur Gewinnung von Erfahrung charakterisiert werden. Dieses Programm ist darauf zugeschnitten, den Jungtieren ohne große Gefährdung ein Höchstmaß an Erfahrung zu ermöglichen und dabei die allgemeine Geschicklichkeit zu vervollkommnen (nach B. Hassenstein).

[Drucken] [Fenster schliessen]