{"title":"Strahlenbelastung: Abbildung I","body":"<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f9f6511.jpg' WIDTH='825' HEIGHT='164'><br>\n<STRONG>Strahlenbelastung<\/STRONG><BR><\/BR><BR><\/BR>Die Kurve gibt den zeitlichen Verlauf der kumulierten Aktivit&#228;t der Beta-Strahlung (\n<br>\n\n<img SRC='\/lexika\/images\/bio\/f9f2168.jpg' WIDTH='14' HEIGHT='18'><br>\n\n ca. 30% der Gesamtaktivit&#228;t) in den Jahren 1955&#8211;1986 an (Me&#223;reihe der Universit&#228;t M&#252;nchen, Me&#223;ort: M&#252;nchen). Die Spitzenwerte (Peaks) in den Jahren 1957 und 1963 beruhen auf der gro&#223;en Zahl oberirdischer <I>Kernwaffentests<\/I> (vgl. Zahlen &#252;ber der Kurve), die in der Mitte der 1960er Jahre stark abnahm. Der deutliche Abfall der Kurve h&#228;ngt auch damit zusammen, da&#223; viele Radionuklide mit einer relativ kleinen Halbwertszeit vorhanden waren. Der sprunghafte Kurvenanstieg im Jahre 1986 beruht auf der <I>Tschernobyl<\/I>-<I>Reaktorkatastrophe<\/I>. Hier war eine weniger rasche Abnahme der Aktivit&#228;t zu erwarten, da &#252;berwiegend C&#228;sium 137 mit einer Halbwertszeit von 30 Jahren vorliegt. &#8211; Unmittelbar nach dem Tschernobyl-Ungl&#252;ck hatte radioaktiver Regen z.B. im S&#252;den Deutschlands eine Kontaminierung der B&#246;den durch Iod 131, C&#228;sium 137 und Strontium 90 zur Folge. Auf einer Wiese im Kreis Ravensburg wurde ein Spitzenwert von 50.000 <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/7734'>Becquerel<\/A> Iod 131 pro kg Boden gemessen &#8211; der nat&#252;rliche Wert liegt zwischen 2 und 10 Becquerel! (Iod 131 hat allerdings eine Halbwertszeit von nur ca 8 Tagen.) Heute, 17 Jahre nach dem Reaktorunfall, sind die Folgen in Deutschland kaum noch zu sp&#252;ren, allerdings immer noch nachweisbar: Milch ist nicht mehr belastet, bei Pilzen werden nur noch wenig belastete Exemplare gefunden, auch das Wild sowie Wildfr&#252;chte sind kaum noch mit radioaktivem C&#228;sium 137 belastet."}