Lexikon der Biologie

Strahlentherapie



2: Ziel der kurativen Strahlentherapie in der Onkologie ist die Vernichtung der Tumorzellen bei möglichst geringer Schädigung des gesunden, angrenzenden Gewebes. Meist wird die Strahlentherapie dazu mit einer Chemotherapie oder einer Operation kombiniert. Die palliative Strahlentherapie dient allein der Tumorverkleinerung zur Lebensverlängerung oder Beschwerdeverminderung, nicht der Heilung. Aufgrund der schlechten Heilungstendenz der strahlengeschädigten Haut sollten Verletzungen vermieden und das Bestrahlungsfeld besonders gepflegt werden. Auch eine besondere Hygiene ist aufgrund der verminderten Abwehrlage notwendig, um Infektionen zu vermeiden. Bei der Ernährung sollte der Krebskranke auf eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen achten, die Speisen sollten nicht zu scharf gewürzt und leicht verdaulich sein. Weiterhin sollte auf große Trinkmengen geachtet und Alkohol und Zigaretten (Rauchen) vermieden werden. Als Nebenwirkungen treten je nach Strahlendosis und Dauer der Bestrahlung Strahlenschäden in unterschiedlichem Ausmaß auf. Insgesamt wird die Strahlentherapie jedoch recht gut vertragen und kann ambulant durchgeführt werden. Dies erklärt ihren großen Stellenwert in der palliativen Krebsbehandlung.

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