{"title":"Sucht: Infobox II","body":"<STRONG>Sucht<BR><\/BR><BR><\/BR>2:<\/STRONG> <I>Spielsucht<\/I> (zwanghaftes Spielen) ist eine chronisch progressive Verhaltensst&#246;rung, die unter Ausschlu&#223; anderer Lebensbereiche vom <I>Gl&#252;cksspiel<\/I> abh&#228;ngig machen kann, wobei der Wandel vom harmlosen &#8222;Wetter&#8220; zum besessenen &#8222;Zocker&#8220; und &#8222;Beschaffungskriminellen&#8220; schleichend verl&#228;uft. Betroffene verlieren die Kontrolle &#252;ber das Ausma&#223; des von ihnen betriebenen Gl&#252;cksspiels, &#8222;die Jagd nach dem Gewinn&#8220; wird zum Lebensmittelpunkt. Gro&#223;e finanzielle Aufwendungen sind die zwingende Folge, der Schritt zur Beschaffungskriminalit&#228;t, wie Diebstahl, Scheckbetrug oder Hehlerei, ist nicht weit. Wie Studien zeigen, gestehen 90% aller in Behandlung befindlichen Spieler mindestens eine Straftat ein, jeder Dritte ist wegen Betrugs, Diebstahls oder Unterschlagung vorbestraft. Nach Untersuchungen in den USA kann pathologisches Spielen Herz- und Kreislaufbeschwerden, Hautkrankheiten, Magengeschw&#252;re, Zahnverfall, Unterern&#228;hrung oder Fettleibigkeit sowie psychische Abh&#228;ngigkeit mit Entzugssymptomen wie H&#228;ndezittern, Schwei&#223;ausbr&#252;chen und Nervosit&#228;t zur Folge haben. Insgesamt ist die Lebenserwartung chronischer Spieler erheblich verringert."}