Lexikon der Biologie

Teratogene



Bekannte Teratogene und ihre Wirkung:



Androgene

Maskulinisierung (Virilisierung) bei weiblichen Feten, besonders im Bereich der Genitalien

Cytostatika

Skelettmißbildungen, Störungen im Zentralnervensystem u.a.

Antibiotika

Gehörschäden, Zahnstörungen, Skelettmißbildungen

Barbiturate

unspezifische Mißbildungen

Thalidomid

Extremitätenmißbildungen, Störungen der Herz- und Verdauungstrakt-Entwicklung

Östrogene (hoch dosiert)

Wasserkopf (Hydrocephalus) u.a. Mißbildungen

Synthetische Derivate des Östrogene (Diethylstilbestrol)

bei einer Latenzzeit von bis zu 17 Jahren: Vaginal-Krebs

Alkohol (Ethanol, Alkoholismus)

prä- und postnatale Wachstumsstörungen, geistige Retardiertheit, Mißbildungen

Antiepileptika

Hasenscharte (Lippenspalte), offene Gaumenspalte u.a. Mißbildungen (Hemmungsmißbildung)

Schilddrüsenpräparate (auch Kaliumiodid im Hustensaft)

Kropfbildung (Kropf)

Infektionserreger (Röteln, Herpes simplex, Herpes zoster, Toxoplasmose)

zahlreiche verschiedene Mißbildungen

ionisierende Strahlen (Strahlenschäden)

meist Skelett- und Kopfmißbildungen



Nicht aufgeführt sind die zahlreichen Industriechemikalien oder Lebensmittelzusätze, deren teratogene Wirkung im einzelnen schwer zu beurteilen und oft nicht einwandfrei nachzuweisen ist.

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