Lexikon der Biologie

Thyreotropin



Die Freisetzung von Thyreotropin wird durch Neuromedin B (Tachykinine), Östrogen, Testosteron, β-Endorphin und Somatostatin gehemmt, hingegen durch Prostaglandine, Adiuretin und Calcitriol stimuliert. Thyreotropin seinereits stimuliert Wachstum, Hormonproduktion und Sekretion der Schilddrüse, fördert die Iodidaufnahme aus dem Blut, erhöht das Konzentrierungsvermögen der Schilddrüse für Iodid, beschleunigt die Oxidation von Iodid zu Iod und die Umsetzung von Diiodtyrosin zu Triiodthyronin und Thyroxin und steigert die Aktivität des proteolytischen Enzyms, das Triiodthyronin aus Thyreoglobulin freisetzt. Bei einem zu niedrigen Schilddrüsenhormon-Titer (z.B. durch Iodmangel) kann es, verursacht durch einen erhöhten Thyreotropin-Spiegel, zu einer Vergrößerung der Schilddrüse kommen (Kropf). Thyreotropin wird zur Schilddrüsen-Diagnostik eingesetzt.

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