Lexikon der Biologie

Tropismus



Wichtige Formen des Tropismus:



Aerotropismus

Autotropismus

Chemotropismus: Durch chemische Reize (Konzentrationsgradienten) verursachte Bewegung von Pflanzen (z.B. Wachstumsbewegungen von Wurzeln, Auswachsen des Pollenschlauchs) und sessilen Tieren bzw. tierischen Organen (z.B. Tentakeln)

Hydrotropismus: Durch Konzentrationsgradienten des Wasserdampfs bedingte Sonderform des Chemotropismus bei Pflanzen; Wurzeln erreichen Orte höherer Feuchtigkeit durch positiven Hydrotropismus; negativer Hydrotropismus findet sich u.a. bei den Sporangienträgern einiger Schimmelpilze.

Thigmotropismus (Haptotropismus): Durch Berührungsreize bedingter Tropismus pflanzlicher Organe, vor allem bei Rankenpflanzen (Lianen, Rankenbewegungen, Nutationsbewegungen)

Gravitropismus (Geotropismus, Erdwendigkeit): Durch Schwerkraft-Reize bedingte Bewegung festgewachsener Pflanzenteile (Tropismus: Abbildung I). Bei Diageotropismus erfolgen die Wachstumsbewegungen exakt horizontal. Eine besondere Form ist der Lateralgeotropismus bei Lianen: bei nahezu horizontaler Lage der Sproßachse wächst die eine Flanke schneller als die gegenüberliegende, was zu einer Krümmungsbewegung in der Horizontalebene führt; deren Überlagerung mit einer negativ geotropischen Vertikalbewegung hat eine schräg aufwärts gerichtete Bewegung zur Folge.

Galvanotropismus (Elektrotropismus): Durch elektrische Felder bedingte Krümmungsbewegung bei Pflanzen; Krümmung der Wurzel meist in Feldrichtung (zum Minuspol hin), Sproßorgane in entgegengesetzter Richtung

Magnetotropismus Magnetfeldeffekt

Phototropismus (Heliotropismus)

Thermotropismus

Traumatotropismus

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