{"title":"Tumorsuppressorgene: Infobox I","body":"<STRONG>Tumorsuppressorgene<BR><\/BR><BR><\/BR>1:<\/STRONG> Die ersten historischen Hinweise auf Tumorsuppressorgene wurden in Experimenten mit Zellhybriden (<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/32983'>Hybridisierung<\/A>) gefunden. So konnte gezeigt werden, da&#223; Zellhybride, die aus tumorerzeugenden und nichttumorerzeugenden Zellen und zum Teil auch solche, die aus 2 verschiedenen tumorerzeugenden Zellen hergestellt wurden, nach Injektion in geeignete Wirte solange nicht tumorerzeugend waren, bis durch den Verlust bestimmter Chromosomen tumorerzeugende Varianten entstanden. Die Vermutung, da&#223; <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/37305'>Krebs<\/A> durch den Verlust normaler Allele entstehen k&#246;nnte, wurde weiter durch die Befunde erh&#228;rtet, da&#223; sowohl unbegrenzte Zell-<A href='\/abo\/lexikon\/bio\/53941'>Proliferation<\/A> als auch die F&#228;higkeit, Tumore erzeugen zu k&#246;nnen, durch Fusion mit normalen Zellen supprimiert werden kann und da&#223; es sich dabei um 2 getrennte Prozesse handelt, die von verschiedenen Genen kontrolliert werden. Daraus wurde ein Mechanismus der Tumorsuppression abgeleitet, der entweder auf einer <A href='\/abo\/lexikon\/bio\/36768'>Komplementation<\/A> des inaktivierten Tumorsuppressorgens bzw. Genprodukts beruht oder auf einer &#220;berlagerung des Differenzierungsprogramms durch ein neues, das unabh&#228;ngig von den genetischen Ver&#228;nderungen der Tumorzelle ist. Die ersten Tumorsuppressorgene konnten durch Untersuchungen an Individuen aus Verwandtschaftskreisen mit Formen famili&#228;rer Tumore, wie sie bei fast allen Tumorarten zu einem geringen Anteil auftreten, gefunden werden."}