Lexikon der Biologie



X-Inaktivierung



Abb. 2:
Modell für die Initiation und Ausbreitung der X-Chromosom-Inaktivierung.

a zeigt den Normalfall, bei dem ein XIC (kleiner viereckiger Kasten) durch einen trans-wirkenden Faktor (gebogener Pfeil) blockiert wird (kleiner grauer Kasten), wogegen die Inaktivierung sich von dem unblockierten XIC ausgehend über das gesamte X-Chromosom ausbreitet (grauer Bereich).

b zeigt die Möglichkeiten der X-Chromosom-Inaktivierung nach reziproker Translokation zwischen dem X-Chromosom und einem Autosom. In beiden Fällen (oben und unten) breitet sich der inaktive Bereich nur dann über das gesamte Chromosom aus, wenn es das unblockierte XIC trägt. Unabhängig von ihrer Herkunft werden im unteren Fall also sämtliche Bereiche inaktiviert, die in physiologischer Kontinuität mit dem unblockierten XIC stehen, also auch (ehemals) autosomale Regionen bzw. (ehemals) X-chromosomale bleiben aktiv.

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