Lexikon der Biologie





Basidie



Basidien- und Basidiosporenbildung bei Ständerpilzen (Basidiomycetes, Holobasidiomyceten) (schematisch). Nach Verschmelzung der beiden Kerne (1) in der Endzelle der basidienbildenden Hyphe (2), die als Basidie bezeichnet wird, erfolgt die Meiose (3), die zur Bildung von 4 haploiden Kernen führt. Aus der Basidie sprossen 4 dünne, kurze Auswüchse (Sterigmen), die an ihrem Ende zu je einem Sporensäckchen anschwellen. In jedes der 4 Sporensäckchen wandert einer der haploiden Kerne; in den Sporensäckchen wird dann je 1 Basidiospore ausgebildet (4). Die Basidiosporen sind somit endogen angelegt und werden exogen abgeschnürt, sobald sie fertig differenziert sind. Von diesem Typ, der bei den Holobasidiomycetidae die Regel ist, gibt es eine Reihe von Abweichungen.

[Drucken] [Fenster schliessen]