Lexikon der Biologie





Blutgase



Die Abb. zeigt die chemischen Reaktionen im Blutplasma und im Erythrocyten beim Gasaustausch im Gewebe (oben) und in der Lunge (unten). Der Transport der Atemgase mit Hilfe von Atmungspigmenten verhindert eine Veränderung des pH-Wertes des Blutes aufgrund der Pufferkapazität und der Kompartimentierung des Gesamtprozesses. Das CO2 des Gewebe-Stoffwechsels geht im Blut in HCO3 über. Die Carboanhydra(ta)se der Erythrocyten steuert und beschleunigt diese Reaktion. Die bei der Reaktion entstehenden H+-Ionen werden an sauerstofffreiem Hämoglobin (HbH+) abgefangen. In der Lunge führt die Aufladung des Hämoglobins mit Sauerstoff zur Freisetzung der H+-Ionen und damit zur Rückreaktion des HCO3 zu CO2; CO2 wird ausgeatmet. Das Ionengleichgewicht zwischen Plasma und Blutzelle wird durch den Wechsel der Cl-Ionen zwischen Plasma und Blutzellen aufrechterhalten.

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