Lexikon der Biologie



Bombesin



Bombesineffekte werden von diversen Subtypen einer Rezeptorfamilie vermittelt, zu welcher der Neuromedin-B-Rezeptor (NMB-R), der Gastrin-releasing Peptid-Rezeptor (GRP-R) und der Bombesinrezeptor Subtyp 3 (BRS-3) gehören. Zentralnervöse Bindungsstellen befinden sich vor allem im Hypothalamus, in limbischen Regionen und (vegetativen) Hirnstammstrukturen.

Von besonderer Bedeutung ist die Temperatur-regulierende Aktivität des Bombesins: Die Applikation von etwa 1 ng Bombesin in die Cisterna cerebri bewirkt innerhalb von 15 min ein Absinken der Rektaltemperatur um 5 °C über einen Zeitraum von 2 h. Dieser Hypothermie-induzierende Effekt von Bombesin wird über den NMB-R vermittelt.





[Drucken] [Fenster schliessen]