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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Aethusa cynapium

Aethusa cynapium
(syn. Aethusa cicuta, A. cynica, A. micrantha, A. petroselini folio, A. tenuifolia, A. toxicaria, Cicuta cynapium, Coriandrum cynapium, Cynapium vulgare, Selinum cynapium); Gemeine Hundspetersilie (syn. Faule Grete, Gartenschierling, Glanzpeterlein, Glanzpetersilie, Gleiße, Hundsdill, Hundsdolde, Hundspetersilie, Kleiner Schierling, Wilde Petersilie), vgl. Abbildung.
Fam.: Apiaceae (Umbelliferae)
Vork.: Europa, Nordamerika, Nordafrika, Vorderasien.
Droge: Herba Aethusae (syn. Aethusa-cynapium-Frischpflanze, Aethusa-cynapium-Kraut). Inh.: äther. Öl, Polyine (Aethusin vgl. Formel, Aethusanol A und B), Flavonoide, u.a. Narcissin und Rutosid sowie ein noch nicht genau charakterisiertes, coniinähnliches Alkaloid (Cynapin). Anw.: keine offizinellen Drogen, Anwendung in der Volksheilkunde zur Schmerzbehandlung (frischer Pflanzensaft wird als Kataplasma eingesetzt), bei gastrointestinalen Beschwerden, Durchfällen sowie bei Krämpfen.
Hom.: Aethusa cynapium HAB1, die ganze, frische, blühende Pflanze mit den unreifen Früchten. Anw.-Geb.: bei akutem Brechdurchfall und Magenpförtnerkrämpfen, Milchunverträglichkeiten des Kindes sowie bei Konzentrationsschwäche.
Histor.: Aus Funden von Früchten, insbes. bei Pfahlbauten, wurde die Hundspetersilie in Württemberg und in der Schweiz bereits in prähistorischer Zeit nachgewiesen. Wurzel und Kraut von A. cynapium wurden im Mittelalter als Radix et Herba Cynapi s. Cicutae minoris offizinell als beruhigendes und auflösendes Mittel gebraucht. Der Saft diente zur Auflösung von Harngrieß und zu Kataplasmen.



Aethusa cynapium, Gemeine Hundspetersilie



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