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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Anchusa officinalis

Anchusa officinalis L.
(syn. Anchusa arvalis); Echte Ochsenzunge (syn. Gemeine Ochsenzunge, Blutwurz, Liebäugel), vgl. Abbildung.
Fam.: Boraginaceae.
Vork.: im gesamten europäischen Raum auf trockenen Flächen, Brachen und Ruderalplätzen.
Drogen: 1. Anchusae flos; Ochsenzungenblüten, die getrockneten Blüten. Inh.: Flavonoide und Schleimstoffe. Anw.: in der Volksheilkunde bei Erkältungskrankheiten und Bronchitis. 2. Anchusae herba (syn. Herba Anchusae, Herba Buglossi); Ochsenzungenkraut, die getrockneten, zerkleinerten, oberirdischen Pflanzenteile. Inh.: Triterpensaponine (sog. Anchusoside), Flavonoide, Schleimstoffe und Pyrrolizidinalkaloide, u.a. Lycopsamin. Anw.: in der Volksheilkunde u.a. bei Nierenbeschwerden, Bronchitis, Magengeschwüren und rheumatischen Beschwerden. Wegen der toxischen Eigenschaften der vorhandenen Pyrrolizidinalkaloide ist die therapeutische Nutzung der Droge bedenklich. 3. Anchusae radix (syn. Radix Anchusae, Radix Buglossi); Ochsenzungenwurzel, die getrocknete und zerkleinerte Wurzel. Inh.: Schleimstoffe, Allantoin, Gerbstoffe, Pyrrolizidinalkaloide. Anw.: analog Anchusae herba. Wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide ist die therapeutische Nutzung bedenklich.



Anchusa officinalis, Echte Ochsenzunge

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