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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Apis mellifera

Apis mellifera L.
(syn. Apis mellifica); Honigbiene.
Fam.: Apidae.
Vork.: in der ganzen Welt verbreitete Insekten, die sich in Weibchen (Königin, Weisel), Männchen (Drohnen) und Arbeitsbienen unterteilen. vgl. Abbildung
Drogen: 1. Bienengift (syn. Apisinum). Inh.: pro Biene etwa 0,3 mg Frischgift, bestehend aus Peptidtoxinen (Melittin, Apamin und mast cell degranulating peptide/MCD), Histamin, Dopamin, Noradrenalin sowie Enzyme (Hyaluronidase, Phospholipase). Anw.: Bienengift wird percutan, in Kombination mit hyperämisierenden Wirkstoffen, oder intracutan bei rheumatischen Erkrankungen, Neuralgien und Myalgien appliziert. 2. Cera flava (Wachse). 3. Gelée royale (syn. Weiselzellfuttersaft). 4. Honig (syn. Mel). 5. Propolis (syn. Bienenkittharz). Inh.: Die grüne bis rotbraune, klebrige Masse zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Flavonoiden, Benzolcarbonsäuren, Phenylacrylsäuren, Benzylalkoholen, Phenylalkylalkoholen sowie deren Estern aus. Propolis wird von der Honigbiene aus Pflanzenexkreten gebildet, und dient zum Befestigen der Waben, Auskleiden und Abdichten des Bienenstockes sowie zum Mumifizieren von getöteten Eindringlingen des Bienenstockes. Anw.: Propolis wird dermatologisch in Salben zur Behandlung von Geschwüren und Ekzemen sowie in Lutschtabletten bei Mund- und Rachenschleimhautentzündungen verwendet. Auch bei Magengeschwüren und Gastroenteritiden kommt es zum Einsatz.
Hom.: 1. Apis mellifica HAB1; die lebende Honigbiene. Anw.-Geb.: Entzündungen der Haut und Schleimhaut, Ödeme, Rötung, Juckreiz. 2. Apisinum HAB1; das Gift der Honigbiene. Anw.-Geb.: Entzündungen und Erkrankungen mit Flüssigkeitsansammlungen in Geweben und Körperhöhlen, Allergien. 3. Propolis HAB; das Kittharz der Honigbienen. Anw.-Geb.: nicht-eitrige Schleimhautentzündungen der Atemwege und ableitenden Harnwege, Hauterkrankungen.



Apis mellifera. a Ei, b Larve, c Puppe, d Arbeiterin, e Königin, f Drohne.

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