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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Arum maculatum

Arum maculatum L.
(syn. Arum immaculatum, A. italicum, A. malyi, A. orientale, A. pyrenaeum, A. trapezuntium, A. vulgara, A. zelebori); Aronstab (syn. Aron, Aronsblume, Aronskelch, Aronskraut, Entenschnabel, Eselsohren, Fieberwurz, Freßwurz, Frostwurz, Deutscher wilder Ingwer, Johannishaupt, Kalbsfuß, Kuhwurz, Papenkind, Pfaffenblut, Pfaffenpint, Pfingstblume, Skarnitzelblume, Poperagrothwurz, Veronikenwurz, Zahnkraut, Zahnwurz, Zehrwurz), vgl. Abbildung.
Fam.: Araceae (Aronstabgewächse).
Vork.: feuchte Laubwälder in Mittel- und Südeuropa.
Droge: Ari maculati rhizoma (syn. Rhizoma Aronis, Radix Ari, Tubera Ari); Aronknollen (syn. Aronwurzel, Zehrwurzel), der Wurzelstock mit den Wurzeln. Inh.: Aroin, ein Gemisch von Scharfstoffen, Stärke (ca. 70 %), Bassorin (18 %), Lectinen und Lipiden. Anw.: volkstümlich als Stomachikum und Tonikum; äußerlich bei schlecht heilenden Wunden und Geschwüren.
Hom.: Arum maculatum HAB1, die frischen, vor der Entwicklung der Blätter gesammelten unterirdischen Teile. Anw.-Geb.: Erkrankungen der Atemwege sowie Kehlkopfkatarrh.
Histor: Die durch Kochen entgifteten stärkereichen Knollen dienten in Notzeiten als Nahrungsmittel. Der Name Arum ist vermutlich ägyptischen Ursprungs, abgeleitet von aron, wobei auch ein Zusammenhang mit dem Hohepriester Aron des Alten Testaments bestehen könnte. Damit verbindet sich auch die deutsche Sage "Als Josua und Kaleb ins gelobte Land geschickt wurden, nahmen sie einen Stab und trugen an ihm die große Weintraube und die anderen Früchte jenes Landes. Nachdem sie dieselben abgeladen, steckten sie den Stab in die Erde und an dieser Stelle wuchs nachher die Aronswurzel".



Arum maculatum, Aronstab

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