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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Ballota nigra

Ballota nigra L.
(syn. Ballota alba, B. aristata, B. borealis , B. foetida, B. ruderalis, B. sepium, B. silvestris, B. vulgaris, Marrubium nigrum); Schwarzer Andorn (syn. Anderbrume, Gottvergeß, Schwarznessel, Stinkandorn), vgl. Abbildung.
Fam.: Lamiaceae (Labiatae).
Vork.: weltweit verbreitet.
Droge: Ballotae nigrae herba (syn. Herba Ballotae nigrae, Ballotae herba, Marrubii nigri herba). Inh.: Diterpene (Marrubiin, 7-Acetoxymarrubiin), Bitterstoffe (Ballotinon, Ballotenol, Ballonigrin), Flavonoide, v.a. Apigeninderivate, unangenehm riechendes äther. Öl, Phenolcarbonsäuren, Saponine. Anw.: in der Volksheilkunde in Form eines Extraktes oder Tees als Sedativum bei Hysterie und zur Behandlung nervöser Beschwerden, als Spasmolytikum bei krampfartigen Magenbeschwerden, bei Keuchhusten sowie zur Steigerung des Gallenflusses. Äußerlich wird die Droge bei Gicht genutzt.
Hom.: Ballota foetida, die frischen oberirdischen Teile der blühenden Pflanze. Anw.-Geb.: Husten und nervöse Beschwerden von Erwachsenen und Kindern, bes. Schlafstörungen.



Ballota nigra, Schwarzer Andorn

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