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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Calotropis-Arten

Calotropis-Arten

Fam.: Asclepiadaceae.

Calotropis gigantea (L.) R. Br. (syn. Asclepias gigantea, Madorius giganteus, Periploca cochinchinensis, Streptocaulon cochinchinensis).
Vork.: Ostasien, Malaysia.
Droge: Calotropis radicis cortex; Mudarwurzelrinde, Stücke der getrockneten Wurzelrinde. Die Droge ist stark giftig! Inh.: Cardenolidglykoside (u.a. Calotropin, Calactin, Uscharidin). Anw.: In der Volksheilkunde wird die gepulverte Droge bei Dysenterie verwendet, ähnlich wie Ipecacuanhawurzel (Cephaelis-Arten). In Indien und Afrika dient die Wurzel auch zur Behandlung von Epilepsie, Hysterie, Krämpfen, Warzen, Lepra, Würmern, Fieber, Gicht und Schlangenbissen. In einigen Ländern Afrikas gilt die Rinde als Aphrodisiakum und Tonikum für Männer, wahrscheinlich wegen der Ähnlichkeit des Milchsaftes der Pflanze mit menschlichem Sperma (Signaturenlehre).
Hom.: Calotropis gigantea (Madar) HAB34, die getrocknete, im April und Mai gesammelte Wurzelrinde. Anw.-Geb.: Fettleibigkeit.

Calotropis procera (Ait.) R. Br. (syn. Asclepias procera, Calotropis hamiltonii, Calotropis heterophylla, Calotropis wallichii, Madorius procerus); Oscherstrauch.
Vork.: Kleinasien, Indien, Pakistan, Afrika.
Droge: Calotropis radicis cortex, die Wurzelrinde. Inh.: Cardenolidglykoside (u.a. Voruscharin, Calotropin, Calactin, Calotoxin, Uscharidin, Uscharin, Calotropagenin). Anw.: s. Calotropis gigantea.

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