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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Escherichia coli

Escherichia coli (Migula 1895) Castellani et Chalmers 1919
(syn. Bacterium coli commune); Coli-Bakterien, Koli-Bakterien.
Fam.: Enterobacteriaceae.
Vork.: im Dickdarm und Kot von Säugetieren.
Droge: Escherichia-coli-Bakterien. Inh.: lebende Bakterienkulturen mit spezifischen Membranproteinen und metabolisch aktiven Enzymen. Anw.: Nach oraler Aufnahme dienen die Bakterienkulturen zur Normalisierung der Darmflora nach schweren Infektionen, nach Antibiotikakuren oder bei Entwicklungsstörungen. Auch eine Stärkung des Immunsystems und die günstige Beeinflussung von Entwicklungsstörungen wird nach Applikation von E. coli beobachtet. Geg.: akuter Darmverschluß. Bedeut.: Neben seiner Bedeutung als Bestandteil der normalen Darmflora, dient E. coli auch zur Gewinnung von L-Asparaginase. Dieses Enzym, das zur Therapie von Leukämien eingesetzt wird, katalysiert die Hydrolyse von Asparagin zu Asparaginsäure und Ammoniak, was zur Hemmung der Zellteilung führt. E. coli ist u.a. auch an der Biotransformation von Anthracenderivaten zu den eigentlich abführend wirkenden Anthronen beteiligt.

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