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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Fucus-Arten

Fucus-Arten

Fam.: Fucaceae.

Fucus serratus L.; Sägetang.
Vork.: Küsten des nördlichen Atlantic.
Droge: Fucus (syn. Tang). Inh.: Alginsäure vgl. Formel, Laminarin, Mannitol, Fucose, Diiodtyrosin, Ascorbinsäure. Anw.: Ausgangsstoff für die Gewinnung von Alginsäure, Alginaten, Laminarin, Therapie der Arteriosklerose (umstritten), Mittel zur Stoffwechselsteigerung bei Fettsucht. Für diese Indikation sollte die Droge wegen der Gefahr der Überdosierung und Strumainduktion nicht mehr eingesetzt werden, vgl. Abbildung.





Fucus serratus. Thallusspitze

Fucus vesiculosus L. (syn. Fucus quercus marina); Blasentang (syn. Höckertang, Meereiche, Meertang, Schweinetang, See-Eiche).
Vork.: Küsten des nördlichen Atlantik und Pazifik, z.T. Ostsee.
Drogen: 1. Fucus; Tang. Inh.: u.a. Alginsäure, Mannitol, Fucoidan, Fucosterol, Laminarin, Trehalose, Glucose, Fructose, proteingebundenes Iod und Brom (z.B. Diiodtyrosin), Carotinoide, Fucoxanthin. Anw.: siehe Fucus serratus. 2. Fucus vesiculosus tostus (syn. Aethiops vegetabilis); Gerösteter Blasentang (syn. Vegetabilischer Mohr). Anw.: früher wie Fucus vesiculosus, v.a. bei Kropf.
Hom.: Fucus vesiculosus HAB; der getrocknete und gereinigte Tang. Anw.-Geb.: Adipositas, Struma, Hyperthyreose, vgl. Abbildung.



Fucus vesiculosus.

Histor.: Der Gattungsname Fucus wurde bereits bei den Römern als Bezeichnung für Meeresbraunalgen gebraucht, er leitet sich vom griechischen phýkos (Tang) ab. Die Artnamen weisen auf morphologische Besonderheiten des Thallus hin, so vesiculosus (Bläschen) mit Bezug auf vorhandene Schwimmblasen bzw. serratus (gesägt) im Hinblick auf den gesägten Thallusrand.

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