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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Garcinia hanburyi

Garcinia hanburyi Hook. f.
(syn. Garcinia morella); Gummi-Guttibaum.
Fam.: Hypericaceae (Guttiferae).
Vork.: Kambodscha, Thailand, Südvietnam, Singapur.
Droge: Gutti (syn. Cambogia, Catharticum aureum, Gummi Gambae, Gummi guttae, Gummi Gutti, Gummiresina Gutti, Gummi victoria, Hebradendron gambogioides); Gummigutt (syn. Siamesisches Gamboga, Siuam-Gummi), der erstarrte, schleimreiche Milchsaft aus Rinde, Mark, Blättern und Früchten; vgl. Abbildung. Inh.: Harze (ca. 70-75 %, u.a. mit α-Gambogasäure, Cambodjasäure, Neo-Gambogasäure) mit roten und gelben phenolischen Pigmenten, Schleim (25-30 %, enthält u.a. Uronsäuren, Arabinosen, Galactose, Rhamnose). Anw.: früher als drastisch wirkendes Laxans (heute obsolet). In der Volksheilkunde wird die Droge gelegentlich zur Bekämpfung von Eingeweidewürmern, zur Diuresesteigerung und bei Ödemen, auch in der Veterinärheilkunde eingesetzt. In der Technik wird Gummigutt als Farbpigment für das Kunsthandwerk und die chinesische Aquarellmalerei seit dem 13. Jh. genutzt. Geg.: Die Droge sollte nicht in der Schwangerschaft angewandt werden, da sie einen Abort auslösen kann.
Hom.: Garcinia HAB1, das nach dem Einschneiden von Stämmen und Zweigen ausgetretene getrocknete Gummiharz. Anw.-Geb.: Magenschmerzen, Durchfälle, Schleimhautreizungen an Augen und Atemwegen.



Garcinia hanburyi, Gutti

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