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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Gypsophila paniculata

Gypsophila paniculata L.
(syn. Arrostia paniculata, Gypsophila parviflora, Saponaria paniculata); Schleierkraut (syn. Rispen-Gipskraut, Rispiges Gipskraut), vgl. Abbildung.
Fam.: Caryophyllaceae.
Vork.: Südosteuropa, Türkei, Kaukasusgebiet, Iran.
Droge: Saponariae alba radix (syn. Gypsophilae radix, Radix Lanariae, Radix Saponariae alba); Weiße Seifenwurzel (syn. Levantinische Seifenwurzel, Russische Seifenwurzel, Ungarische Seifenwurzel, Türkische Seifenwurzel, Sizilianische Seifenwurzel, Italienische Gipskrautwurzel), die geschälten getrockneten Wurzeln mit kurzen Wurzelstöcken. Inh.: Triterpensaponinkomplex (bis 20 %), u.a. Gypsosid A, ein bisdesmosidisches Triterpensaponin mit Gypsogenin als Aglykon und D-Glucose, D-Galactose, L-Rhamnose, D-Xylose, D-Fucose, L-Arabinose und D-Glucuronsäure als Kohlenhydratkomponenten. Außerdem Phytosterole. Anw.: Katarrhe der oberen Luftwege. Bestandteil entsprechender Kombinationspräparate. Tagesdosis 30-150 mg Droge, Zubereitungen entsprechend. Volkstümlich bei chronischen Hauterkrankungen, bes. Ekzemen. In der Technik als Schaumbildner, u.a. in Waschmitteln und Feuerlöschern. Geg.: in hohen Dosen ist die Droge zelltoxisch.
Histor.: DerGattungsname Gypsophila leitet sich vom griechischen gypsos (Gips) und philos (Freund) ab, während der Artname paniculatus (lat., rispig) den Blütenstand charakterisiert. Entsprechend wurde der Name in die deutsche Bezeichnung als Rispiges Gipskraut übernommen. Neben der arzneilichen Nutzung ist die Pflanze eine beliebte Zierpflanze und oft Bestandteil von Blumensträußen.



Gypsophila paniculata, Schleierkraut

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