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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Hagenia abyssinica

Hagenia abyssinica (Bruce) J. F. Gmel.
(syn. Bankesia abyssinica, Brayera anthelmintica); Kosobaum (syn. Kussobaum).
Fam.: Rosaceae.
Vork.: Äthiopien, dort auch kultiviert.
Droge: Koso flos (syn. Brayerae flos, Coussi flos, Cousso flos, Cusso, Flores Brayerae, Flores Hageniae, Flos Koso); Hagenia-abyssinica-Blüten (syn. Kosoblüten, Kussoblüten, Wurmblüten), die nach dem Verblühen gesammelten und getrockneten, rötlichen, weiblichen Blüten. Die Droge ist giftig! Inh.: Phloroglucinole (komplexes Gemisch monomerer bis trimerer, durch Methylbrücken verknüpfter Acylphloroglucinole, Kosotoxin, Protokosin vgl. Formel, Kosine vgl. Formel), Gerbstoffe, Harz, äther. Öl, Gummi. Anw.: früher in Europa als Bandwurmmittel genutzt, das heute obsolet ist. In der Volksheilkunde Afrikas bis heute zu diesem Zweck angewendet. Die Wirksamkeit ist unzureichend belegt. In Äthiopien wird die Droge auch als Insektizid benutzt.
Hom.: Koso HAB34, die getrockneten, rötlichen weiblichen Blüten.
Histor.: Die Namensgebung erfolgte durch Willdenow (1799), wobei der Gattungsname Hagenia zu Ehren des Königsberger Professors K.G. Hagen gewählt wurde, während die Artbezeichnung auf das Herkunftgebiet, nämlich Abessinien, hinweist. Die Bezeichnungen Koso oder Kusso sind einheimische, in den Herkunftsgebieten übliche Bezeichnungen.





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