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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Heparin

Heparin
Glucosaminoglykan (saures Mucopolysaccharid, Mr 17 000-20 000), das aus α-1,4-glykosidisch verknüpften D-Glucosamin- und Uronsäureresten (L-Iduronsäure, D-Glucuronsäure) aufgebaut ist sowie zusätzlich O- und N-gebundene Sulfatreste aufweist vgl. Formel. Im tierischen Organismus liegt H. an Proteine gebunden vor (Proteoglykanbaustein) und wird durch β-Glucuronidase teilweise freigesetzt, partiell hydrolysiert und dann in Mastzellen und Granulozyten gespeichert. Es hemmt die Blutgerinnung durch Bindung an Antithrombin III und Verhinderung der Thrombinaktivierung. Außerdem wirkt es hemmend auf die Blutplättchenaggregation und aktiviert die Lipoproteinlipase. H. wird aus der Darmschleimhaut von Schlachttieren (v.a. Schweine) sowie aus Rinderlunge durch Extraktionsverfahren gewonnen. Analytisch unterliegt es einer biologischen Wertbestimmung, die seine Aktivität in Internationalen Einheiten (I.E.) festlegt (120 bis 180 I.E. pro mg Substanz).



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