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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Hydrastis canadensis

Hydrastis canadensis L.
Kanadische Gelbwurz (syn. Goldsiegelwurz, Orangenwurzel).
Fam.: Ranunculaceae.
Vork.: atlantisches Nordamerika, bes. Ohio, Indiana, New York, Ontario, Minnesota, Kentucky, Georgia, teilweise in Mitteleuropa auch kultiviert.
Droge: Rhizoma Hydrastis (syn. Hydrastis); Hydrastisrhizom (syn. Blutkrautwurzel, Kanadische Gelbwurz, Goldsiegelwurzel), die getrocknete Wurzel. Inh.: Isochinolin-Alkaloide (1,5-4 % Hydrastin vgl. Formel, 0,5-6 % Berberin sowie Tetrahydroberberin, Meconin und Berberastin), Phytosterole, Zucker, Harz, Fett, Stärke, wenig äther. Öl, Chlorogensäure. Anw.: zur Blutstillung bei uterinen Blutungen als Ersatz für Mutterkorn bzw. in Kombination mit Mutterkornpräparaten und zur Gewinnung von Hydrastin. In der Volksheilkunde wird die Droge bei Geschwüren, Entzündungen und Gonorrhoe verwendet.
Hom.: Hydrastis canadensis HAB1; Goldsiegelwurzel, die getrockneten unterirdischen Teile die mindestens 3 % Alkaloide enthalten. Anw.-Geb.: bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, der oberen und unteren Atemwege, des Magen-Darm-Traktes, der Leber und Galle, der Bauchspeicheldrüse sowie der weiblichen Geschlechtsorgane.
Histor.: Die Pflanze ist ein altes Indianerheilmittel, das teils medizinisch verwendet wurde, teils als färbende Droge zum Bemalen der Haut diente. Mitte des 19. Jh. wurde die Schulmedizin auf die Pflanze aufmerksam, die seit 1883 in Deutschland offizinell war.



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