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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Iberis amara

Iberis amara L.
(syn. Biauricula amara, Thlaspi amarum); Bauernsenf (syn. Bitterer Bauernsenf, Grützblume, Schleifenblume).
Fam.: Brassicaceae (Cruciferae).
Vork.: Mittel- und Südeuropa.
Drogen: 1. Iberidis semen (syn. Semen Iberidis); Schleifenblumensamen, die reifen Samen. 2. Iberidis herba (Herba Iberidis); Schleifenblumenkraut, die frische, ganze blühende Pflanze. Inh.: Glucosinolate, Cucurbitacine mit Cucurbitacin E und I als Hauptkomponenten (0,2-04 %, bezogen auf Frischgewicht). Anw.: zur Anregung der Magensaftsekretion, als Amarum mit choleretischem Effekt; Bestandteil von Fertigarzneimitteln in Kombination mit weiteren Drogenextrakten.
Hom.: Iberis amara HAB1; Schleifenblume, die getrockneten, reifen Samen. Anw.-Geb.: bei Erkrankungen des Herzens und des arteriellen Gefäßsystems, z.B. Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche.
Histor.: Die Anwendung der Pflanze und auch der Gattungsname waren bereits im Altertum bekannt. Der Name Iberis wurde von einem Arzt geprägt, der mit der Pflanze seinen Freund in Iberien geheilt haben soll (lat amara = bitter).

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