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Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen: Inula helenium

Inula helenium L.
(syn. Aster helenium, A. officinalis, Corvisartia helenium, Helenium grandiflorum). Echter Alant (syn. Brustalant, Darmwurz, Edelwurz, Glockenwurz, Großer Heinrich, Helenenkraut, Odinskopf, Schlangenwurz).
Fam.: Asteraceae (Compositae).
Vork.: 80 bis 180 cm hohe, ausdauernde Pflanze, die in Zentralasien heimisch ist, heute in ganz Europa und Nordamerika verbreitet ist.
Drogen: 1. Helenii rhizoma (syn. Helenii radix, Radix Enulae, Radix Helenii, Radix Inulae, Rhizoma Helenii); Alantwurzel (syn. Alethwurzel, Altwurzel, Brustalant, Darmwurz, Donavarwurz, Edelherzwurzel, Fadenwurzel, Glockenwurzel, Großer Heinrich, Handwurzel, Helenenkrautwurzel, Odinskopfwurzel, Oldwurzel, Schlangenwurz, Unlenkwurzel). Inh.: Die Droge enthält 1 bis 3 % äther. Öl, bes. Sesquiterpenlactone, u.a. Alantolacton vgl. Formel, Isoalantolacton und Dihydroalantolacton, bis zu 44 % Inulin, daneben Harze, Wachse und Pektine. Anw.: In der Volksheilkunde wird die Droge als Tee bzw. ein Extrakt als Expektorans, Tonikum, Stomachikum sowie gegen Wurmbefall eingesetzt. Darüber hinaus findet die Droge Anwendung bei Menstruationsbeschwerden, Infektionen der ableitenden Harnwege, Herzbeschwerden, Erkältungen und bei Kopfschmerz. Aufgrund des Gehaltes an Sesquiterpenlactonen besitzt die Alantwurzel ein hohes Allergisierungspotential, das zu Kontaktallergien führen kann. Ihre Verwendung wird daher nicht empfohlen. 2. Oleum Helenii; Alantöl, das äther. Öl. Inh.: S. Helenii rhizoma. Anw.: früher als Antiseptikum bei Infektionen der Blase und Harnröhre, bei chronischen Diarrhoen und Bronchitiden, mitunter auch als Wurmmittel. Infolge hohem Allergisierungspotential heute obsolet.
Hom.: Inula helenium HAB34, die frische Wurzel. Anw.-Geb.: Chronischer Husten, Magengeschwüre, Ausfluß.
Histor.: 1804 isolierte der Apotheker Rose in Berlin aus Inula helenium das Inulin, dessen Name sich von der Pflanze ableitet.



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